CrisisMaven’s Guest Posts


The following Blogs, Media or Web Sites have invited CrisisMaven to contribute:

[2010-03-21]  – StockMarketsReview.com resp. StockMarketsReview.com Blogs

[2010-03-25]  – USGovernmentBlog.com

[2011-04-28] – Canadian Doomer

This is the list of CrisisMaven’s Guest Posts so far (most recent first):

[2010-03-26 = Friday, March 26, 2010]  – “Should US Foreign or Trade Policy take China to Task over its Currency?” on USGovernmentBlog.com

[2010-03-25 = Thursday, March 25, 2010]  – “Does China bashing follow a logical rationale?” on StockMarketsReview.com Blogs

[2011-04-28] – “Guest Post by CrisisMaven: Why Our Future Must Be Solar As Our Past Once Was” on Canadian Doomer

USGovernmentBlog.com 
  1. Brigitte
    2011-04-28 at 11:36 | #1

    Hallo CrisisMaven,

    leider bin ich erst heute auf deine Antwort zu meinem Worten gestossen. Ich bitte um Entschuldigung.

    Bei Inflation/Deflation verändert sich das Austauschverhältnis von Geldmenge zur Gütermenge, sprich für einen Laib Brot muss man bei Inflation nach einer gewissen Zeit mehr Geld bezahlen als vorher. Der Laib Brot wird teurer, das Geld verliert dadurch an Wert. Wenn die Geldmengenaggregate M0/M1 rasant steigen, kann dies auch bedeuten, dass längerfristig, angelegte Gelder in kurzfristige Gelder umgeschichtet wurden – also eine Verschiebung innerhalb der Geldmengenaggregate statt findet. Da mit diesem Vorgang nicht auf die Produkte zugegriffen wird, würde ich solch einen Vorgang nicht als “stärkste Inflation der gesamten Menschheitsgeschichte” bezeichnen.

    Zumeist ist das “überflüssige” Geld in Anlagen gebunden, sprich es existieren Forderungs-/Verbindlichkeitspaare. Die Banken halten die eingezahlten Gelder nur zu einem Bruchteil als Barreserven. So stehen auch bei den Banken den Geldguthaben der Kunden auf der Passivseite, Forderungen der Banken auf der Aktivseite gegenüber. Diese Geldguthaben können von den Banken nicht sofort ausgezahlt werden, da soviel Bargeld nicht vorhanden ist und auch der refinanzierbare Forderungsbestand der Banken wesentliche Makel aufweist. Damit es also zu einer Hyperinflation kommen kann, muss die Bundesbank Geld gegen Papiere minderer/keiner Qualität (Refinanzierung) an die Banken ausgeben. Passiert dies, wird das Vertrauen der Menschen in den Geldwert rapide sinken. Es wird versucht werden, das erhaltene Papiergeld in Sachwerte umzutauschen, siehe die steigenden Rohstoffpreise.

    Zu a). Wenn eine Schuld zurückgezahlt wird, hat der ehemalige Gläubiger nun das Geld und kann statt des Schuldners damit konsumieren bzw. investieren. Dieser Vorgang verändert das Verhältnis des Geldes zu den Gütern nicht.

    Zu b).Wenn eine Forderung ausfällt und diese von der Bank ausgebucht werden muss, so verändert sich das Eigenkapital der Bank. Es sinkt. Das von der Bank verliehene Geld selbst aber bleibt im Wirtschaftskreislauf.
    Da die schlechten Papiere von Lehmann Brother sich auf der Aktivseite der Bank befanden, berührten deren Ausbuchung die Geldmenge nicht. Siehe hierzu die Geldmengenbeschreibung bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge Die Geldmengen M1, M2 und M3 befinden sich auf der Passivseite der Banken. Der auszubuchende Forderungsbestand befand sich allerdings auf der Aktivseite der Banken.

    Zu c). Warum sollte sich die Geldmenge erhöhen, wenn der Staat das Geld weiter an die Bank gibt? Es entsteht bei der Bank auf der Aktivseite ein Kassenguthaben und auf der Habenseite eine Verbindlichkeit gegenüber dem Staat. Bei der Ausleihung des Geldes vom Staat bei der Bundesbank erhöht sich die Geldmenge, nicht aber bei der Weitergabe des Geldes vom Staat an die Banken. Muss der Staat die Forderung ausbuchen, weil die Bank insolvent ist, so verringert sich die Geldmenge nicht. Das Geld ist draußen im Wirtschaftskreislauf. Der Staat muss versuchen es habhaft zu werden um es der Bundesbank zurückzahlen zu können. Erst dann verringert sich die Geldmenge.
    Die Geldmenge verringert sich auch, wenn Kundenguthaben (Anlagen) bei der Bank zu Ungunsten des Kunden ausgebucht werden müssen.

    Zu d). Die Preise fallen, weil entweder/und die Arbeitnehmerentgelte, die Gewinne, die Abschreibungen (Investitionen) und Steuern sinken. Dies kann auf Arbeitslosigkeit, starke Konkurrenz oder fehlende Inlandsnachfrage zurückzuführen sein.

    Zu e). Meines Erachtens ergibt sich der Goldpreis aufgrund des Angebot`s und der Nachfrage. Ich denke bei der Goldpreissteigerung steckt derzeit die Suche nach einer sicheren Geldanlage und nach der Verwässerung des eigenen Vermögens vor dem Staat dahinter. Dies gilt auch für andere Rohstoffe etc..

    Brigitte

  2. Jan Peters
    2011-03-12 at 14:41 | #2

    Hallo, Wollte mich mal für die vielen interessanten Beiträge,
    auch im Gelben bedanken. Sie hatten dort gerade geschrieben das Jodid-Tabletten
    “ewig” haltbar sind…Habe noch welche mit Haltbarkeitsdatum 2002…Denken Sie das diese auch noch wirkvoll sind ,bzw.evtl.nicht sogar eher bedenklich?
    Viele Grüße

  3. Brigitte
    2010-04-21 at 08:26 | #3

    Hallo ChrisisMaven,

    Inflation oder Deflation? Grds. Anmerkungen

    verfasst von CrisisMaven Homepage, 20.04.2010, 01:35

    “Ich setze IMMER auf das Szenario steigender Preise durchzudrücken. Die Deflationstrottel schweigen jetzt schon ein ganzes Jahr lang. … wenn ein Weimar-Sturm der Hyperinflation hereinbricht.”

    Also es gibt sehr wohl sehr sprachgewaltige Deflationisten, darunter sogar der Wirtschafts-Blog mit am Abstand den meisten Besuchern pro Tag von Mish Shedlock.

    Schwierig wird die Diskussion schon allein deshalb, weil die eigentlichen Woerterbuchdefinitionen von Inflation und Deflation eben Ausweitung und Kontraktion der Geldmenge bedeuten. Bezieht man das auf die Geldmengenaggregate M0/M1 kann keine Rede von Deflation sein, sondern von der staerksten Inflation der gesamten Menschheitsgeschichte. Das geht geradezu senkrecht nach oben.

    Die andere Frage ist, ob das unmittelbar oder ueberhaupt zu Preissteigerungen fuehrt (Inflation im modernen Sprach-Sinne). Hier ist die Frage, wie es anders sein koennte: wenn gleich viel oder gar weniger Guetern (Krise!) fast unendlich mehr Geld gegenueber steht, wie kann es da nicht zu einer Hyperinflation (der Preise) kommen (die des Geldes haben wir ja schon)?

    Ich selbst neige daher auch zur Ansicht, dass eine Hyperinflation nicht mehr lange auf sich warten laesst (Monate bis wenige Jahre).

    Es gibt z.T. sehr ausgefeilte Pro-Deflations-Argumente (im Sinne von Preissenkungen), auf die ich hier noch nicht eingehe, ich arbeite gerade an einer vollstaendigen Zusammenschau und (so hoffe ich) nachvollziehbaren Widerlegung. (Dies hier ist eine gekuertze Zusammenfassung mehrerer meiner englischen Posts zum Themenkreis, beginnend mit “Looming Deflation?”, die ich hier verlinke, weil jeder Dutzende weiterfuehrende Links enthaelt – dazu sind sie ja da.)

    Aber ein paar einfachere Argumente sind schnell widerlegt:

    a) Wenn eine Hypothek oder allgemein: Schuld ordnungsmaess zurueckgezahlt wird, wie veraendert sich die Geldmenge? Die kreditgeschaffene Geldmenge geht zurueck, insoweit des zurueckgezahlte Geld nicht sofort wieder ausgezahlt wird. Schuldentilgung in fractional-reserve-Systemen ist also grds. deflationaer.

    b) Wenn eine Hypothek ausfaellt, sinkt oder steigt dann die Geldmenge? Manche Deflationisten behaupten, sie sinke, weil ja “Werte vernichtet worden” seien. Das stimmt aber gerade nicht – denn die von der Bank ausgeliehende Geldmenge wabert ja froehlich weiter durch die Wirtschaft. Dass die Bank die Forderung abschreibt, aendert ja an der Geldmenge nichts. Stellt Euch vor, die Bank haette aus Versehen eine Hypothek zu hoch in den Buechern stehen und schriebe sie nun auf den Realwert ab – im ersten Fall waere die Geldmenge ebensowenig gestiegen wie sie nach Korrektur faellt. Das ist ein rein bilanzieller Vorgang. Allgemein: wenn eine Blase platzt, ueberhoehte Bewertungen zurueckgefahren werden (Dotcom- oder Immobilienblase), verschwindet das Geld eben nicht. Wenn ein Ballon platzt – verschwindet dann die Luft? Im Gegenteil, sie breitet sich sogar weiter aus. Siehe “The Bubble Analogy”

    Und trotzdem sinkt die Geldmenge bei Ausbuchung einer Forderung, sofern nicht das Eigenkapital um denselbigen Betrag reduziert wird. Einer Bankforderung stehen u.a. Guthabenkonten gegenüber. Als Lehmann Brother`s insolvent wurde, reichte das Eigenkapital nicht mehr aus, um die “schlechten Papiere” abzuschreiben. Eine Reihe von Anlagen, welche sich in der Geldmenge befanden, mußten abgeschrieben werden und dies reduzierte die Geldmenge.

    c) Wenn nun eine Hypothek notleidend wird und die Bank wird “gerettet”, erhaelt also eine Kapitalspritze um den Verlust wettzumachen, dann hat sich diese Geldmenge verdoppelt! Denn der urspr. Verkaeufer z.B. des Hauses hat das Geld der notleidenden Hypothek noch und die Bank hat es ebenfalls wieder. Was die Geldmenge betrifft sind also Privatinsolvenzen gekoppelt mit Banken-Rekapitalisierung eindeutig inflatorisch. Siehe “How Bank Robbers cause Inflation”

    Sobald der Staat sich Geld durch Ausgabe von Anleihen etc. holt, erhöht sich die Geldmenge. Leiht der Staat dieses Geld dann den Banken, so erhöht sich die Geldmenge nochmals. Es entstehen Guthaben-/Schuldenpaare. Im ersten Fall, kann der Staat mit dem erhaltenen Geld nicht mehr konsumieren/investieren, da es als Forderung gegenüber den Banken gebunden ist. Im zweiten Fall kann die Bank dieses Geld weiterverleihen (Guthaben-/Schuldenpärchen entsteht) an einen Kunden, der damit konsumiert bzw. investiert. Kann die Bank ihre Schuld gegenüber dem Staat nicht begleichen und der Staat muss seine Forderung ausbuchen, so reduziert sich die Geldmenge ohne allerdings zu deflationieren. Gleiches gilt für den Kunden-/Bankpärchen.

    d) Stellt sich nun die Frage, warum sinken die Preise? Sie sinken eben nicht alle, sondern die Ausgaben verlagern sich .T. in Spekulationen, das Geld wird (noch) gehortet. Die meisten der Deflationisten sind daher der Ansicht, dies fuehre zum “Kaeuferstreik”, weshalb die Zentralbank mit noch mehr (und noch mehr und noch mehr …) Geld dagegen halten muesse. Wenn aber angeblich Kaeufer nichts mehr kaufen, weil sie immer weiter warten, bis es vielleicht noch billiger wuerde, muessten umgekehrt Verkaeufer bei (Preis-) Inflation immer weiter mit dem Verkaufen warten, denn morgen koennten sie noch mehr Geld kriegen fuer ihre Ware. Beides sind hypothetische Annahmen, die zwar (fuer viele) ueberzeugend klingen moegen, aber deshalb noch nicht wissenmschaftlich belegbar sein muessen. Waere da wasdran, wuerden alle immer auf irgendas arten, die einen auf steigende, die andern auf fallende Preise und bei Stagflation waeren sie gelaehmt, weil sie abwarten wuerden, was als naechstes bevorsteht. Daher kein “Buyers’ Strike during Deflation”

    Banken verleihen Geld hauptsächlich an Kunden, welche ihnen auch geeignete Sicherheiten für die Kredite stellen können. Da sich die Sicherheiten immer mehr in den Händen derjenigen befinden, welche genug Geld haben, um sich ihre Wünsche zu erfüllen und deshalb keine Kredite benötigen, müssen die Banken ein immer höheres Risiko des Zahlungsausfalls bei ihren Verleihgeschäften eingehen, siehe u.a. die Verschuldung der Immobilienbesitzer in der USA.

    e) Macht man sich dagegen die Ansicht zu eigen, dass der Goldpreis eine Tendenz hat, real immer ungefaehr gleich hoch zu bleiben (ungefaehr! – Jedenfalls nicht um hunderte Prozent schwankend!), und interpretiert stattdessen die (ungedeckten, ungebundenen Papier-) Waehrungen als in Gold bewertet, so ist das einzig verlaessliche (Preis-) Inflations-Mass der Goldpreis, der daher nicht ueberbewertet ist (der Verbraucherpreisindex ist es jedenfalls nicht!), bloss weil Gold sich fast verfuenffacht hat, sondern die Waehrungen sind um diesen Betrag abgewertet, “verfallen”. Das passt auch nicht zufaellig ganz gut zu den Geldmengensteigerungen. Wirtschaftwissenschaft ist ohnehin nicht mehr als die Anwendung des Dreisatzes, der Rest der volkswirtschaftlichen “Mathematik” ist ein grosses Truggebaeude, das uns dahin gefuehrt hat, wo wir jetzt sind – in eine “unerklaerliche Krise”. Es gibt also keine Goldblase, vielmehr hat der Goldpreis nur sein der aufgeblaehten Geldmenge entsprechendes Niveau noch nicht erreicht, weil er seit den siebziger Jahren systematsch (und mit viel Aufwand) manipuliert, gedrueckt, wird, wie erst vor kurzem wieder oeffentlich verkuendet.

    Nicht von ungefaehr deckt sich daher der Kreis derer, die behaupten, es gaebe eine Goldblase mit dem, der Deflation drohen sieht.


    Mit 40 DM haben wir die Marktwirtschaft angefangen, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf werden wir sie zu Grabe tragen.
    “It is the aim of good government to stimulate production, of bad government to stimulate consumption” – J.B. Say’s Law

    U.a. unter folgenden Links habe ich meine Gedanken im alten und im neuen Gelben festgehalten.

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=157095
    und Anhang

    http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=92333

    Vielleicht wäre als Anfang diese von mir bewußt einfach gehaltene Geschichte für Sie interressant. http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=35038

    Es würde mich freuen, von Ihnen ihre Gedanken zu meinen Worten kennenzulernen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Brigitte

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